Von Nils Reisen | 4 Minuten Lesezeit

Der Coronavirus-Lockdown hat unsere Arbeit erheblich erschwert. Fast alle arbeiteten von zu Hause aus und es war nicht leicht, mit den Kolleginnen und Kollegen in Kontakt zu bleiben und zusammenzuarbeiten. Unser Umfragetool Pulse half unseren Kunden und uns, mit dieser aussergewöhnlichen Situation fertig zu werden. Hier lest ihr, was wir dabei gelernt haben.

1. Erkenntnis: Regelmässige Reflexion ist essenziell

Was vor ein paar Wochen noch perfekt funktionierte, war plötzlich nicht mehr ausreichend. Die sich rasch verändernden Umstände erforderten eine ständige Anpassung unserer Annahmen, Zusammenarbeit und Prozesse an die neue Realtität.

Mit Pulse konnten wir im gesamten Unternehmen eine kollektive Reflexion in den Teams anregen: Welche Aktivitäten und Projekte waren nun zentral, welche hatten weniger Priorität? Was ging den Kolleginnen und Kollegen durch den Kopf? Wie könnten praktische Probleme wie die Kinderbetreuung gelöst werden? Diese Reflexionen ermöglichten es den Teams, individuelle Antworten auf ihre aktuellen Herausforderungen zu finden – in Echtzeit.

So haben wir beispielsweise bei Creaholic die Häufigkeit unserer All-Hands-Meetings verdoppelt, damit alle auf dem Laufenden bleiben und ihre Erfahrungen austauschen können. Wir haben auch eine tägliche virtuelle Kaffeepause eingeführt. So konnten wir sicherstellen, dass informeller Austausch weiterhin stattfindet. Regelmässige Reflexion ist natürlich auch in weniger extremen Situationen hilfreich. Beispielsweise prüfen wir in unserem Pulse-Team bei Creaholic alle paar Monate unsere Rollen, unsere Meeting-Struktur sowie die Art und Weise, wie wir Informationen austauschen. Es fällt uns dabei immer wieder auf, wie viel sich in so kurzer Zeit verändert hat – und wie wichtig es ist, sich diesem Wandel anzupassen, um kontinuierlich optimal (zusammen)arbeiten zu können.

2. Erkenntnis: Radikale Veränderung ist möglich

Der Lockdown machte es vielen von uns unmöglich, weiterzuarbeiten wie bisher. Doch selbst Dinge, die wir für unmöglich hielten, konnten wir meistern. Wir hielten es zum Beispiel für unmöglich, Kreativ-Workshops online durchzuführen – zumindest in befriedigendem Masse. Und in der Tat zeigte das Feedback in Pulse, dass wir mit digitalen Workshops zu kämpfen hatten. Da das Feedback allen im Unternehmen zur Verfügung stand, konnten die Kolleginnen und Kollegen schnell einspringen und Unterstützung leisten. Sie tauschten Links mit Tipps zur Durchführung besserer Online-Workshops aus und entwickelten Ideen, wie wir dies bei Creaholic anwenden könnten. Dies ermöglichte es uns, die Durchführung unserer online Workshops schnell zu überdenken und anzupassen.

Interessanterweise resultierte der Wechsel von offline zu online in ganz erheblichen Veränderungen. Online-Workshops auf die gleiche Weise wie Offline-Workshops durchzuführen funktionierte nicht. Wir mussten unseren Ansatz erheblich anpassen, damit er den neuen Umständen gerecht wurde. Der Einsatz von online Tools wie Mural war nur die halbe Miete. Ebenso wichtig war die Anpassung der Agenda (z. B. die Verteilung des Workshops auf mehrere Tage) sowie die Art und Weise, wie die Leute während des Workshops zusammenarbeiteten (z.B. die Aufteilung der Gruppe je nach Aufgabe).

3. Erkenntnis: Mitarbeiter um Feedback zu bitten, ist für sie eine Erleichterung und nicht eine Belastung

Besondere Umstände werden oft – und nicht nur in Zeiten von Covid-19 – als Grund dafür benutzt, bestimmte Projekte zu stoppen oder zu verschieben. «Dafür haben wir jetzt keine Zeit» oder «Warten wir, bis sich die Dinge wieder normalisiert haben» ist etwas, das wir oft hören. Allerdings sind die Zeiten nie wirklich normal, da organisatorische Veränderungen, Führungswechsel oder einfach nur die Einführung neuer Software-Tools und Prozesse ständig stattfinden. Wir haben gerade gelernt, dass für viele von uns das (Geschäfts-)Leben weitergeht – selbst in extremen Fällen. Wir haben auch erlebt, dass Unternehmen ihre Mitarbeiterbefragungen wegen des Coronavirus eingestellt oder zumindest in Frage gestellt haben aus Sorge, dass diese in den ohnehin schon schwierigen Zeiten eine unnötige weitere Belastung darstellen könnten. Wir finden das seltsam. Sollten Unternehmen nicht die Kommunikations- und Feedbackschlaufen verstärken, besonders wenn die Umstände schwierig sind? Sollten die Teams nicht darüber nachdenken, wie sie sich am besten an die neue Situation anpassen, damit sie die Lage noch unter Kontrolle haben? Wäre das nicht eher eine Erleichterung als eine Belastung? Die Erfahrungen unserer Kunden und unsere eigenen sprechen eindeutig dafür, die Feedback-Schlaufen auch in schwierigen Zeiten aufrecht zu erhalten.

Nehmt Kontakt mit uns auf, wenn ihr mehr darüber erfahren möchtet, wie wir mit Pulse unser Team näher zusammengebracht haben. Meldet euch per E-Mail für unseren Newsletter an, wenn ihr über unsere zukünftigen Publikationen informiert werden möchtet.

Bleibt gesund!

NEU: Jetzt unseren Corona-Fragebogen herunterladen und sicherstellen, dass Teams produktiv bleiben und reibungslos zusammenarbeiten können.




Creaholic Corona Pulse

Während des Coronavirus-Lockdown führten wir eine kurze Umfrage mit diesen vier Fragen durch:

  • Arbeitssituation. Derzeit habe ich alles, was ich brauche, um einen guten Job machen zu können.
  • Kommunikation. Ich fühle mich gut darüber informiert, was die Corona-Krise für mich in meiner täglichen Arbeit bedeutet.
  • Kundenprojekte. Die Auswirkungen der Corona-Krise auf Kundenprojekte sind derzeit gering.
  • Persönliche Belastbarkeit. Ich konte alle durch die Corona-Krise bedingten persönlichen Herausforderungen meistern.

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